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Becoming It (Still), 2014
Videoloop, Sound, 16:9 hochkant, 7:24 Min.



Becoming It.

Das Model ist eine Tüte,
in die man seine Wünsche steckt.
Die Tüte ist ein Behälter,
in dem Waren getragen werden.

Ich trage die Tüte auf dem Kopf
und verleibe mir das Model ein,
ziehe und zerre, kaue und stopfe.
Mein Kopf ist ein Tütenkopf.


Ich setze eine Plastiktüte auf. Sie wird zur zweiten Haut. Ein Modelgesicht ist das Motiv. Die aufgedruckte Fotografie entspricht in etwa meiner Kopfgröße. Es geht mir darum Werbebilder zu konterkarieren, das Schöne in Hässliches zu verwandeln, indem ich mir das Gesicht in den Mund stopfe. Es ist ein Versuch der Einverleibung, um daraus ein anderes Bildwissen zu generieren.
Das Video wird hochformatig in einem großen Flachbilschirm präsentiert. Das Gesicht des Models auf der Tüte erscheint für den Betrachter richtig herum, während der darunter verborgene Kopf falsch herum ist. Das Bild wurde verdreht.













Wie teuer ist es, sich ein Wunder zu wünschen?
4 Kanal Videoinstallation
6:41 min, Loop, Full HD, Format 16:9, 2012




"( ... ) Vier Leinwände umfangen den Betrachter, entführen ihn in die subtile, poetisch eigensinnig  getaktete Welt, die die Künstlerinnen Iris Musolf und Lisa Seebach, filmisch erschaffen haben. ( ... ) Die eine das Spiegelbild der anderen und in dieser Dopplung den Traum noch potenzierend. Besonders im Mittelteil dieses filmischen Tableaus, der aus einer einzigen langen Einstellung besteht, in der die Figuren nahezu reglos verharren, scheint die Szenerie in ihrer Anordnung  und Bewegungslosigkeit  aus der Zeit gefallen, ein Genrebild der Losgelöstheit, ein Verharren im Moment der vollkommenen Unbeschwertheit, ein Kontrapunkt der Unschuld im Kontrast zu den umschließenden Seitentafeln. Denn dort stört etwas, sperrt sich gegen die Idylle: die Kleider zwicken, sind zu eng, die Gesichter tragen erste Spuren des Alters und die Schere in der Hand wird herzlos eingesetzt, um die Trauerweide zu beschneiden, sich gegen die Trauer, die einbricht in die Traumwelt, zur Wehr zu setzen. ( ... ) "

Sonja Stamm

























Que sera?
Video, 05:52min, Format: 4:3, mini DV, 2011


A throat, a neckline, a glitterig dress, cold flagstones, shadows, a pair of scissors, skin, blood. Is forgetting the pair of Scissors to cut off? Is memory supervising? Is one happy when the given destiny comes true? The question is about the the future coming out of the past. Where does the feeling come from not to be welcome? Anything is possible, I want to be perfect - these sentences are told in the serie Nip / Tuck where plastic surgery is the main issue.
















Fremdes Sagen
Video, 07:17 min, Loop, Mini DV, Format 4:3 für 16:9, 2011




Das Video basiert auf dem Text „Subconscious Strory“ von Nathalie Mba Bikoro. Bausteine des Textes habe ich in die Suchmaske von You Tube eingegeben. Der Suchprozess ist auf einem Flatscreen zu verfolgen. Neben dem Geräusch der Tastatur sind manchmal geflüsterte Worte oder Atmen zu hören. Sobald ein Buchstabe in eine Suchmaske eingegeben wird, erhält der User schon vielzählige Ergebnisse. Ich habe mich entschieden, nur das erste Ergebnis zu zeigen und die anderen Lösungsangebote wegzuschneiden. Werden unsere aktuellen Interessen gemacht? Oder werden unsere Vorlieben durch Suchmaschinen widergespiegelt? Kann Youtube ein Träger und Übermittler des kollektiven Unbewussten sein?


















I like to make me up
2 Kanal Videoinstallation,
7 und 9 min, Loop, Format 4:3, 2007



„I like to make me up. Do you like it? Do you like me like this? I like to make me up,” wiederhole ich immer wieder in den Spiegel blickend. Die Videoperformance findet auf der Damen – und Herrentoilette einer Disko statt, in der sichtbar für die Besucher die Kamera in den Spiegel hinein gerichtet wird.





















"So wie  wir alle sind"
Videoinstallation,
6 min, Loop, Format 4:3, 2008



„Es scheint, als würde sie sich selbst etwas diktieren. Zwei Realitäten überlagern sich im formalen Moment des Splitscreens. (...) Sie spielt die Rolle nicht glatt. Vielleicht spielt sie auch überhaupt keine Rolle, sondern setzt sich nur als Versatzstück wie einen Stein in eine Strömung."

Corinna Kirchner

















With their own style
6 Kanal Videoinstallation
Loop, Mini DV, Format 4:3, 2009



In Peking gehe ich in eine Shopping Mall und bitte die Verkäuferinnen, mir das gleiche Outfit zu geben, was sie selbst in den Boutiquen tragen. Sprechen können wir nicht miteinander. Wir kommunizieren über die Kleidung. Es geht um das Fremde im Gleichen und umgekehrt.





















Elle Shape Yourself
Videoperformance
18 min, Loop, Mini DV, Format 4:3, 2009



„ Alles wieder sauber, alles wieder artig und brav. Ich funktioniere, alles ist in Ordnung usf.“ Währenddessen rasiere ich mir die Beine und anschließend lackiere ich Finger - und Fußnägel. Die Situation entwickelt eine Eigendynamik und ich beginne mitzusingen: „Bibi Blocksberg, du kleine Hexe, komm und zeig uns was du kannst, wir mögen deine Streiche, wie du hext wie du lachst wie du tanzt.“ Ich verteile Nagellack in allen möglichen Farben auf den Beinen,
so dass ich am Ende farbverschmiert bin.